Kettenöl und Kraftstoff

Eine Kettensäge braucht zwei Betriebsstoffe: Kettenhaftöl zur Schmierung von Kette und Schwert sowie — bei Benzinsägen — den richtigen Kraftstoff. Die richtige Wahl schützt Mensch, Maschine und Umwelt.

Kettenöl: Bio oder mineralisch

Das Kettenöl schmiert die Kette und das Schwert und wird im Betrieb verbraucht — es gelangt vollständig in die Umwelt. Deshalb ist die Ölwahl auch eine Umweltfrage:

In vielen Wäldern und auf öffentlichen Flächen ist die Verwendung biologisch abbaubaren Öls vorgeschrieben.

Haftöl

Kettenöl ist ein Haftöl: Es enthält Zusätze, die es an der schnell laufenden Kette halten, statt sofort abgeschleudert zu werden. Normales Motoröl oder Altöl ist als Kettenöl ungeeignet — es haftet schlecht, schmiert ungenügend und ist umweltschädlich. Altöl ist zudem gesundheitsschädlich.

2-Takt-Gemisch

Benzin-Kettensägen haben Zweitaktmotoren, die mit einem Gemisch aus Benzin und Zweitaktöl betrieben werden. Das übliche Mischungsverhältnis ist 1:50 (1 Teil Öl auf 50 Teile Benzin), sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt. Wichtig:

Alkylatbenzin

Alkylatbenzin (Sonderkraftstoff) ist nahezu frei von Benzol, Aromaten und Schwefel. Es verbrennt sauberer, reduziert die Schadstoffbelastung des Bedieners deutlich und ist lange lagerfähig. Es ist teurer als Tankstellenbenzin, schont aber Gesundheit und Motor — besonders bei häufigem Gebrauch eine sinnvolle Wahl. Es wird ebenfalls als Gemisch mit Zweitaktöl oder fertig gemischt angeboten.

Lagerung

Häufige Fragen

Welches Mischungsverhältnis braucht das 2-Takt-Gemisch?

Üblich ist 1:50, also 1 Teil Zweitaktöl auf 50 Teile Benzin (20 ml Öl je Liter), sofern der Hersteller nichts anderes angibt. Die genaue Vorgabe steht in der Bedienungsanleitung und sollte eingehalten werden.

Kann ich normales Motoröl als Kettenöl verwenden?

Nein. Kettenöl ist ein spezielles Haftöl, das an der schnell laufenden Kette haftet. Motoröl oder gar Altöl haftet schlecht, schmiert unzureichend und gelangt umweltschädlich in den Boden. Im Wald ist biologisch abbaubares Kettenöl vorgeschrieben.

Lohnt sich Alkylatbenzin?

Für alle, die regelmäßig sägen, ja: Es verbrennt sauberer, belastet die Atemluft des Bedieners deutlich weniger und ist lange lagerfähig. Der höhere Preis wird durch geringere Gesundheitsbelastung und bessere Motorschonung aufgewogen.